
So, Lena ist entthront. Aserbaidschanischer Schnulzenpop räumte beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf groß ab; die Überraschung des Tages war aber der jazzende Italiener Raphael Gualazzi, der sich überhaupt nicht um ESC-Konventionen scherte, damit genau den Nerv des Publikums traf und den zweiten Platz schaffte. Als Sympathieträger wurden die moldawischen Hüte oder Irlands Chaostwins gehandelt; ich halte es da mehr mit Bosnien, deren Balkanfolk-Jahrmarktstruppe so viel natürlicher daher kam und den verdienten sechsten Platz holte. Aber immerhin, uns Lena hat sich doch gar nicht so schlecht geschlagen. Und damit zu etwas viel Wichtigerem: Auch der Gedankendeponie Song Contest 2011 ist entschieden, den Kamil mit Polen gewann, wobei ich mit der Slowakei einen ordentlichen 12. Platz belegte. Also so gut wie die moldawischen Hüte, und das ganz ohne schrägen (oder überhaupt irgendwelchen) Gesang. Mein Favourit Belgien hat übrigens einen ebenfalls tollen 3. Platz geschafft.
